Das ReCentGlobe stellt seinen Forschungsbereichen eine Infrastruktur zur Verfügung, die gemeinsam von allen genutzt werden kann. Damit unterstützt das Zentrum die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche. Die Infrastruktur wird in drei Labs gebündelt: Lab für Transregionale Kooperation, Digital Lab und Lab für Wissenstransfer.

Lab für Transregionale Kooperation

Unser Zentrum arbeitet in seinen Projekten mit in- und ausländischen Forschungsteams zusammen. Das Lab für Transregionale Kooperation bietet eine virtuelle Forschungsumgebung, um gemeinsame Tagungen und Workshops durchführen, Daten für die gemeinsame Auswertung teilen, gemeinsame Publikationen erstellen und Forschungsdaten archivieren zu können.

Digital Lab

Das besondere Potenzial der Digital Humanities für den Bereich der Global und Area Studies liegt in einer vergleichbaren strukturellen Beschaffenheit und einem hohen Maß an Interdisziplinarität. Das Lab stellt neuartige digitale Tools und Verfahren bereit, wobei sich drei Ebenen unterscheiden lassen.

  • Digitized Humanities: Zur Erstellung und Verwaltung digitaler Daten gehören insbesondere Verfahren zur Erfassung (bspw. über optical character recognition), Modellierung (bspw. mithilfe von Graph-Datenbanken), Annotation (bspw. mit TEI/XML) und nachhaltigen Speicherung beziehungsweise Veröffentlichung und Zugänglichmachung. In unserem Zentrum und in der Graduate School fallen heterogene Daten an, die von qualitativen Daten aus Feldforschung und Interviews über biographische und prosopographische Datenbanken bis hin zu textuellen, visuellen und multimodalen Quellen reichen. Für diese Daten entwickeln wir jeweils spezifische Lösungen.
  • Humanities of the Digital: Die Untersuchung digital geprägter Kultur- und Gesellschaftsphänomene, wie die computervermittelte Kommunikation über soziale Medien, elektronische Literatur oder multimodale Artefakte wie YouTube-Videos oder Videospiele. Einen Schwerpunkt bilden die Instrumentalisierung und Inszenierung von Raumsemantiken in sozialen Medien und Online-Diskursen.
  • Computational Humanities: Durch computergestützte Verfahren entstehen neue Erkenntnisse, die sonst nur auf einer niedrigeren Ebene intersubjektiver Nachprüfbarkeit möglich wären, wie etwa durch Methoden des maschinellen Lernens und der Statistik, um Muster und Zusammenhänge in großen, maschinenlesbaren Datenkorpora zu identifizieren (distant reading) oder durch die Entwicklung neuartiger Algorithmen für die Analyse von raumsemantischen Aspekten anhand heterogener Datenquellen (bspw. Kartenmaterial, Textnotizen, Lexika, etc.). Ergänzend werden in einem mixed methods-Ansatz qualitativ-hermeneutischer und quantitativ-empirischer Verfahren verschränkt, die jeweils software-technisch, etwa durch Verfahren aus dem Bereich der explorativen Datenanalyse im Sinne der visual analytics unterstützt werden, um komplexe Zusammenhänge in großen Korpora zu visualisieren und neuartige Fragestellungen zu inspirieren, denen dann (zumindest punktuell) mit hermeneutischen Verfahren nachgegangen wird.

Lab für Wissenstransfer

ReCentGlobe verknüpft Forschung und Wissenstransfer auf vielfältige Weise. Zum Spektrum der Transferleistungen gehören Politikberatung, die Beratung von Unternehmen und Existenzgründerinnen und -gründern sowie Dialog- und Weiterbildungsangebote für die städtische und regionale Zivilgesellschaft. Mit seinen Publikationen informiert ReCentGlobe die Fach- und die allgemeine Öffentlichkeit regelmäßig über seine Arbeitsresultate. Mit vielfältigen Beiträgen für soziale Medien betreibt unser Forschungszentrum eine intensive Wissenschaftskommunikation.

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